Buttelstedt : Umgehungsstrasse

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Die Stadt Buttelstedt sowie die Anwohner der beidseumgehungsstrasseitig sehr eng bebauten Kölledaer Straße fordern seit nunmehr 15 Jahren die Auslagerung der B 85 aus der Ortslage von Buttelstedt in Form einer Umgehungsstraße.

Die Gründe:

In Folge dieses jahrelangem Missstandes ziehen immer wieder Anwohner weg und es kommt zur vermehrten Leerstand von Wohngebäuden.
Bereits 1995 stellte hierzu das Ingenieurbüro Dr. Setzpfand im Auftrag der Stadt kostenlos entsprechende Unterlagen, zu denen ein Situationsbericht, Fotodokumentationen und Kartenmaterial gehörten, zur Verfügung. Diese wurden, dem zuständigen Straßenbauamt übergeben. In den folgenden Jahren wurden durch die Anwohner Unterschriftensammlungen erstellt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und um der Forderung einer Umgehungsstraße Nachdruck zu verleihen. Diese wurden dem zuständigen Straßenbauamt übergeben.

Außer einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und der Beschilderung, dass im Fall des Gegenverkehrs nur ein Fahrzeug die Engstelle passieren kann, ist leider nichts passiert. Im übrigen halten sich an diese Beschilderungen nur die allerwenigsten Fahrzeugführer.
Erst im Jahr 2008, nach der Fortschreibung des Regionalen Entwicklungsplan Mittelthüringen und dessen öffentlicher Auslegung, keimt wieder Hoffnung auf. In ihm hielt unsere Forderung zur Schaffung einer Umgehungsstraße endlich Einzug und wird unter dem Punkt 3.1.2  „Funktionales Straßennetz“ behandelt. Darin heißt es im Unterpunkt G 3-13: „Folgende Vorhaben sollen umgesetzt und je nach Entwicklung der Verkehrsmengen nach Möglichkeit in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes übernommen werden: u. a. - Neubau der Ortsumfahrung Buttelstedt im Zuge der B 85 bei entsprechenden zu erwartenden Verkehrsmengen. Weiter heißt es: - Die heutigen Verkehrsmengen auf der B 85 in Buttelstedt lassen noch nicht mit Sicherheit erkennen, ob zur Entlastung des Ortes und Verkürzung der Reisezeiten auf der überregionalen Verbindung eine Ortsumfahrung erforderlich ist. Dies kann erst mittels einer Prognose über die mittelfristig zu erwartenden Verkehrsmengen festgestellt werden.
Diese Aussage akzeptiert die Stadt Buttelstedt so jedoch nicht, so dass ich im Rahmen der Anhörung zum REP eine mit dem Stadtrat und einigen Anwohnern abgestimmte schriftlichen Stellungnahme verfasst habe, die wie folgt lautet:

Sehr geehrte Damen und Herren, im vorliegenden Entwurf wird als Hauptkriterium für eine Ortsumfahrung von Buttelstedt die verkehrsrechtliche Notwendigkeit bzw. die zu erwartende Verkehrsmenge angegeben. Diese Aussage akzeptiert die Stadt Buttelstedt nicht als alleiniges Kriterium.! Die B 85 führt in ihrer Ortsdurchfahrt über eine weite Strecke durch den beidseitig sehr eng bebauten und bewohnten historischen Stadtkern von Buttelstedt. Auch eine geringere Verkehrsdichte als von Ihnen möglicherweise gefordert, führt zu erheblichen Belastungen der Bevölkerung in diesem Bereich. So muss z. B. im Begegnungsfall zweier LKW einer von beiden auf dem Bürgersteig ausweichen, was zu einem erheblichen Sicherheitsproblem für die Fußgänger führt. Außerdem ist die Lärm- und Abgasbelästigung sowie die Verschmutzung durch den Fahrzeugverkehr in diesem Bereich enorm hoch und führt immer wieder zu massiven Beschwerden der Anwohner. Erschütterungen führen seit langem zu dauerhaften Gebäudeschäden. All das trägt immer mehr zur Verschlechterung der Wohnqualität und zum Leerstand von Wohngebäuden bei. Junge Menschen finden diesen Wohnbereich von Buttelstedt wenig attraktiv. Des weiteren ist durch den Verbleib der Ortsdurchfahrt der Fortbestand des Denkmalschutzensemble „Krämerbrücke / Kölledaer Straße“ stark gefährdet. Eine wesentliche Verbesserung der Situation kann nur durch eine Ortsumfahrt herbeigeführt werden. Die dadurch erreichte Verkehrsberuhigung in diesem kleinteiligen Wohnbereich würde sich insgesamt sehr positiv auf die Stadt auswirken. Eine Ortsumfahrung hätte darüber hinaus eine erhebliche Verbesserung des Verkehrsflusses auf der überregional wichtigen Bundesstraße 85 zur Folge. Aus den vorgenannten Gründen fordert die Stadt Buttelstedt den Neubau der in Rede stehenden Ortsumfahrung auch ohne Berücksichtigung einer zu erwartenden notwendigen Verkehrsmenge.

Joachim Ulrich, Bgm.


Hoffen wir, dass unsere Forderung zum Bau einer Ortsumfahrung bei den verantwortlichen Stellen eine hohe Priorität erlangt und schnellst möglich umgesetzt wird.

Aktuell wird überlegt, inwieweit sich eine Bürgerinitiative gründen lässt, die sich ebenfalls für das Erreichen dieses Zieles stark macht.

Ansprechpartner hierzu ist der Bürgermeister und Herr Günter Willhelm, Burgplatz 1.

Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative "Pro Umgehungsstraße" gegründet(s. Amtsblatt 12/2009). Jeder der beitreten will, kann sich an die o. g. Personen, oder an jedes andere Mitglied der Bürgerinitiative wenden.

 Mitglieder der Bürgerinitiative "Pro Umgehungsstraße" (aktueller Stand)

Martina Meier, Günter Wilhelm, Klaus Dworatzek, Dieter Reifenberger, Joachim Ulrich, Manuela Schreff, Marco Bär, Markrit Bär, Wolfgang Bär,

Weitere Aktivitäten:

Am 15.12.2009 fand die erste Zusammenkunft aller Mitglieder der Initiative statt. Es wurde festgelegt, dass in den kommenden Wochen und Monaten eine Unterschriftensammlung für die Umgehungsstraße erfolgt. Die Unterschriftenlisten werden dann im kommenden Jahr öffentlichkeitswirksam an das Verkehrsministerium übergeben. Weiterhin ist geplant, dass an der B 85 im Bereich der Kölledaer Straße ein größeres Plakat mit der Aufschrift "Pro Umgehungsstraße -www.buttelstedt.net-" angebracht wird. Dies soll im Jahr 2010 geschehen.

Vorbereitung eines Raumordnungsverfahrens für das Vorhaben "B 85 Ortsumfahrung Buttelstedt

Am 25.03.2010 fand im Thür. Landesverwaltungsamt eine Antragskonferenz zur o. g. Thematik statt. Dies ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Umgehungsstraße. An dieser Konferenz waren die Vertreter von einigen Ämtern erschienen, die in dieser Sache wichtig sind. So z. B. die Regionale Planungsstelle Mittelthüringen, das Straßenbauamt Mittelthüringen, das Landesamt für Bau und Verkehr, das Amt für Landesentwicklung und Flurneuordnung Gotha, das Landwirtschaftsamt Sommerda u. a.. Aber auch der Bürgermeister der Stadt Buttelstedt und eine Kollegin aus dem Bauverwaltungsamt unserer VGm. Bevor jedes Amt seine Interessen darlegte, die in der Planung abgewogen bzw. berücksichtigt werden müssen, legte das Planungsbüro, welches mit der Anfertigung einer Umweltverträglichkeitsstufe beauftragt ist, die derzeitige Situation dar. Demnach bewegen sich auf der B 85 in der Ortsdurchfahrt von Buttelstedt innerhalb von 24 Stunden zwischen 8.050 und 10.050 Kfz.. Der Schwerlastverkehr beträgt dabei knapp 7 %. In der Ortsdurchfahrt von Daasdorf sind es 8.250 Kfz. Die Prognose für das Jahr 2020 ist wenig erfreulich. Dann durchfahren nämlich zwichen 12.500 und 14.850 Kfz Buttelstedt und 12.950 Kfz Daasdorf pro 24 Stunden. Das ist eine Erhöhung um 24 %. Der Schwerlastverkehr steigt auf über 8 %. Allein an diesen Zahlen ist zu erkennen, wie dringlich eine Ortsumfahrung von Daasdorf und Buttelstedt ist. Dabei ist der Lärmanteil, der Feinstaub, die Erschütterungen an den Gebäuden und die dadurch verurschten Schäden noch gar nicht berücksichtigt. Zur Zeit stehen 3 Varianten für die Ortsumfahrungen von Daasdorf und Buttelstedt zur Untersuchung an.

1. Westlich um Daasdrof und Buttelstedt

2. Westlich um Daasdorf und östlich um Buttelstedt

3. Östlich von Daasdorf und Buttelstedt.

Die Variante unter 1. wird als wirksamste Umfahrung eingestuft, weil dabei der Eingriff und Flora und Fauna sowie die topographischen Probleme am geringsten sind. Dies muß jedoch die Umweltverträglichkeitsstufe, die Ende 2010 fertig sein soll. bestätigen. So erfreulich die Nachrichten insgesamt auch sind, so gibt es leider auch einen Wermutstropfen. Sollte alles so verlaufen, dass die Umgehungsstraße letztlich auch gebaut werden kann, so wird dies aller Warscheinlichkeit nicht vor dem Jahr 2025 geschehen. Dies liegt darin begründet, weil dieses Projekt zwar im Bundesverkehrswegeplan enthalten ist, jedoch unter der Rubrik "Nachrangige Projekte" und nicht unter der Rubrik "Vorrangige Projekte". Vieleicht können wir das durch die Arbeit der Bürgerinitiative noch ändern!

  Bundestagsabgeordneter weilte in Buttelstedt

Am Mittwoch, den 11.08.2010 weilte aufgrund einer Einladung der Bürgerinitiative das SPD Mitglied des Deutschen Bundestages, Herr Steffen-Claudio Lemme, in Buttelstedt. Einige Mitglieder der Initiative informierten ihm zunächst an Hand von Kartenmaterial und den anfallenden Verkehrsströmen über die Situation und machten ihm die Notwendigkeit der geforderten Umgehungsstraße deutlich. Danach überzeugte er sich vor Ort persönlich über die prekäre Situation im Bereich der Köllesaer Straße. Im Ergebnis dieses Treffens befürwortete auch er die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße. Er will sich beim Bundesverkehrsministerium dafür einsetzen, dass dieses Vorhaben in die Priorität "Dringlich" im Bundesverkehrswegeplan eingestuft wird.

Hochrangige Gesprächsrunde im Bürgermeisteramt

Am 22.10.2010 weilte auf Einladung der Bürgerinitiative ein kompetenter Personenkreis im Bürgermeisteramt um über unsere Forderung zur Eingliederung des Prokektes "Ortsumfahrung B 85 Buttelstedt" in die Liste der Maßnahmen mit vordringlichen Bedarf zu reden. Darunter befanden sich die Landtagsabgeordnete unseres Wahlkreises Frau Christine Lieberknecht, die Staatssekretärin im Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr Frau Dr. Eich-Born sowie ihr Abteilungsleiter Herr Mann, der Europaabgeordnete Herr Dr. Koch, der Bundestagsabgeordnete Herr Selle, der Amtsleiter beim Landesamt für Bau und Verkehr Herr Hoffmann, von der Bürgerinitiative Herr Wilhelm, Herr Reifenberger und der Bürgermeister Herr Ulrich. Während der ca. 1 stündigen Beratung wurde über Möglichkeiten der weiteen Forcierung dieses Projektes disskutiert. Im Ergebnis der Beratung waren sich alle Teilnehmer über die Notwendigkeit dieser Ortsumfahrung und deren schnellstmögliche Realiseirung einig. Die aktuelle Verkehrszählung und die Situation vor Ort bestärkten die Gäste in ihrer Ansicht. Wir sind nun guter Hoffnung, dass die Ortsumfahrung Buttelstedt in die Maßnahmenliste des vordringlichen Bedarfes eingeordnet wird.

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